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NEWS: ZDI-NETZWERK ENNEPE-RUHR

Bei uns startet das Jahr mit super Neuigkeiten: diesen Monat ist bei uns das zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr eingezogen! Das zdi steht für #zukunftdurchinnovation und hat das Ziel, junge Menschen für ein MINT-Studium oder eine MINT-Ausbildung zu begeistern und ihnen Einblick in die berufliche Praxis dualer Ausbildungsberufe zu ermöglichen. Darüber hinaus verleiht es u.a. humanoise Roboter, 3D-Drucker und Experimentierkoffer an schulische und außerschulische Lernorte, um Kids in der Region spielerisch die MINT-Fächer näher zu bringen.

EIN JAHR INNOVATIONSWERKSTATT: HERAUSFORDERUNGEN UND ERKENNTNISSE

Vor genau einem Jahr, im November 2020, wagten wir uns mit der Innovationswerkstatt an die Öffentlichkeit. Der Zeitpunkt schien wie eine große Herausforderung, insbesondere wegen der anhaltenden Coronakrise. Jetzt ist es an der Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Unser Interesse und unser Schwerpunkt in Sachen Innovation galt von Anfang an den greifbaren Produkten und dem Optimieren von Entwicklungs- und Produktionsprozessen. Dank unseres Backgrounds im Design und der Produktentwicklung lag es auf der Hand, dass wir dieses Know-how nutzen, um auch insbesondere Gründer und mittelständische Unternehmen dabei zu unterstützen, das Beste aus ihren Ideen heraus zu holen.

Dahinter stand zum einen die Motivation, unser Wissen an die jungen, motivierten Menschen weiter zu geben, die wir in den vergangenen Jahren immer wieder im Rahmen von Semesterpraktika kennen lernen durften. Zum anderen sehen wir vor allem bei den mittelständischen Unternehmen um uns herum die Herausforderung, dass Innovation und innovative Produkte so gefragt sind wie nie. Diese Unternehmen sehen sich aber in der Zwickmühle, dass innovative Produktentwicklung ein Kostenfaktor ist, der insbesondere in der jetzigen schwierigen Zeit ein finanzielles Risiko ohne Garantie auf Erfolg darstellt.

Gründen liegt im Trend

Und das ist auch gut so. Wir brauchen Gründer mit neuen, frischen Ideen. Gründer mit guten Ideen brauchen aber auch Unterstützung dabei, diese Ideen umzusetzen und serientauglich zu machen. Heutzutage gibt es viele Aspekte, z.B. der Nachhaltigkeit und Kommunikation, die in der Produktentwicklung berücksichtigt und optimiert werden müssen.

Dank unserer langjährigen Erfahrung in unseren Werkstätten mit Design- und Entwicklungsschwerpunkt und unserer Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, sind wir in der Lage, ein Produkt effizient zu analysieren und an den richtigen Stellen in Sachen Optimierung anzusetzen. Wir bringen die Herangehensweise der Industrie und die Flexibilität eines kleinen Betriebes in den Prozess mit ein.

Gründer, Start-ups und Erwartungen

Im Laufe des Jahres 2021 hatten wir die Gelegenheit, unseren Ansatz als Innovationswerkstatt zu testen. Unsere Erwartungen an die Start-up Szene haben sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es wird viel über Vertrieb und Kapital geredet und weniger über das, was man letztlich vertreiben will. Und das, obwohl nach dem Deutschen Startup Monitor 2021 die Produktentwicklung unter den von Start-ups gelisteten Herausforderung auf Platz zwei kommt — nach der Kundengewinnung und vor der Kapitalbeschaffung.

Eine klare Identität ist wichtig

Unser Fazit aus diesen Erfahrungen ist, dass wir in Zukunft unsere Partner aus der Industrie stärker in den Fokus rücken wollen. Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit Investoren, die mit einer Produktidee an uns heran treten und so Ausgründung aus bereits bestehenden Unternehmen vorantreiben.

Hinzu kommt, dass wir einen Bedarf sehen, uns von den “Maker Spaces” zu differenzieren, in die Welle derer wir zeitlich geraten sind. Wir sind kein Maker Space und auch keine Coaches für Produktfindung, sondern ein Wirtschaftsunternehmen mit Tagesgeschäft, das bereits vorhandene Produktideen in Sachen Machbarkeit und Fertigung berät und unterstützt bzw. Prototypen anfertigt. Wir unterstützen Gründer und Investoren dabei, Produkte und entwickeln, zu designen und zu optimieren — vorhandenen Ideen und Konzepte vorausgesetzt. Wir werden nicht von einer anderen Einrichtung getragen, sondern organisieren uns selbst, sind für unsere Projekte verantwortlich und nicht involviert im Ringen um Fördergelder. Für gemeinsame Projekte bieten wir den Raum, vor Ort an diesen zu arbeiten.

Diese klare Positionierung ist etwas, das wir aus dem ersten Jahr der Innovationswerkstatt mitnehmen werden. Sie zu finden und nach außen hin zu formulieren war vielleicht die größte Herausforderung für uns und etwas, woran wir auch im kommenden Jahr arbeiten werden.

Wir freuen uns schon drauf.

NEUES PROJEKT: KB WOODCRAFT SUP BOARDS

Bei diesem Projekt unterstützen und beraten wir Heiko und Micha vom Startup Kremer & Baez Woodcraft. Die beiden entwickeln und produzieren in Piraeus, Griechenland, Balancing Boards und Stand Up Paddle Boards aus natürlichen Werkstoffen und in aufwendiger Handarbeit.

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne gilt es, die Produktion ihrer neuen SUP Boards für die kommende Saison vorzubereiten. Die neuen Entwürfe müssen in Hinblick auf Konstruktion, Gewicht und Zeitersparnis für die Kleinserienfertigung optimiert werden. Dazu gehören auch Aspekte der Hydrodynamik und Stabilität, damit man mit den Boards optimal auf dem Wasser unterwegs sein kann.

PROJEKTABSCHLUSS: AQUASPEEDER

Im Zusammenarbeit mit einem privaten Investor haben wir den Prototypen eines Kleinstwasserfahrzeugs mit Elektroantrieb zum Wasserwandern auf Binnengewässern entwickelt, welches aufgrund seiner geringen Leistung auch ohne Bootsführerschein genutzt werden kann.

Am Samstag, dem 2. Oktober 2021, haben wir am Duisburger Wolfssee ganz offiziell den funktionsfähigen Prototypen unter dem Markennamen AquaSpeeder einem begeisterten Publikum und Pressevertretern vorgestellt. Mehr als fünfzig Besucher haben eine Testrunde auf dem AquaSpeeder gedreht und kamen strahlend wieder.

Die Besonderheit dieses Modells ist, dass es aussieht wie ein Jetski und sich anfühlt wie ein Jetski, aber keinen Jetantrieb hat. Der AquaSpeeder fährt mit einem Propellerantrieb, was ihn als Boot klassifiziert.

Wir werden den AquaSpeeder auch weiter begleiten. Die nächsten Schritte sind zweierlei: zum einen unterstützen wir den Investor beim Marketing und der Markenbildung, zum anderen steht die Vorbereitung der Produktion an. In dieser Phase wird der Prototyp weiter optimiert und z.B. der Einsatz von Naturfasern und Naturharzen erwogen.

Für Interessierte bieten wir die Pressemitteilung sowie das Datenblatt mit allen Informationen zur Größe, Geschwindigkeit, Ladezeit, etc. zum Download an.

PROJEKTABSCHLUSS: TREASURESHIP

In Zusammenarbeit mit dem DST (Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e. V.) in Duisburg bauten wir ein Modell eines der Schatzschiffe des berühmten chinesischen Admirals Zheng He. Laut chinesischen Quellen waren die Schatzschiffe zwischen 120 und 125 Metern lang und 50 Meter breit, was sie zu den größten je gebauten Holzschiffen machen würde. Die Seetauglichkeit eines solchen Schiffes ist seit jeher von Forschern in Frage gestellt worden.

Basierend auf der Dissertation von Sarah Ward (2006) mit dem Titel “Chinese Whispers: Zheng He’s Treasure Ships in the context of Chinese Maritime Policy in the Ming Dynasty (1364-1644)” bauten wir ein Modell, mit dem die Seegängigkeit des Schiffes untersucht werden soll.

Das Modell ist im Maßstab von 1:70 gebaut.

PROJEKTABSCHLUSS: DOG & DRIVE

Im Auftrag eines privaten Investors haben wir eine Hundetransport- und einstiegshilfe entwickelt. Er trat an uns heran, nachdem er in seiner Tierarztpraxis die Beobachtung machte, dass das herkömmliche Ein- und Ausladen insbesondere großer Hunde sowohl für den Besitzer als auch für das Tier körperliche Belastung und Stress bedeuten. Sie ist besonders einfach ein- und auszubauen und lässt sich mit nur einem Handgriff bedienen.

Die Phase der Prototypenentwicklung ist nun abgeschlossen. Wir werden auch weiterhin die in dafür eigens eingerichtete Räumlichkeiten umgezogene Produktion der ersten Kleinserie begleiten. Darüber hinaus sind wir weiter in dem Projekt in Sachen Visualisierung und Markenbildung involviert.

Das Video ist von uns parallel zum Produktentwicklungsprozess und in enger Zusammenarbeit zwischen Produktdesign- und Grafikbereich konzipiert und verwirklicht worden und der Launch ist in der heißen Phase.

Kontakt

INNOVATIONSWERKSTATT.RUHR

Auf der Bleiche 8, 58300 Wetter (Ruhr)

0049 (0)2335 / 9675498

info@innovationswerkstatt.ruhr

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